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Juni 2019
Das erste Dampfschiff, das von den Gebr. Sulzer in Winterthur erbaut wird, ist die «Schweiz». Dieser für den Untersee und Rhein bestellte Glattdeck-Raddampfer ist 1867 in der Romanshorner Werft zusammengebaut worden. Die Kosten des Dampfers betragen 92’467 Franken. Der Dampfer wird auf den Namen Schweiz getauft und sofort dem Betrieb übergeben.

Das Schiff hat eine bewegte Geschichte: 1875 rammt die «Schweiz» mit dem Steuerbord-Radkasten die Brücke von Stein am Rhein. Es entstehen sehr grosse Schäden am Schiff, das Deck muss mit grossem Aufwand repariert werden. 1878 wird wiederum die Brücke in Stein gerammt, der Schaden ist so schlimm, dass der Kapitän fristlos entlassen wird.

Nachdem das Amt für Verkehr den Zustand der «Schweiz» bemängelt hat, wird der Dampfer in den Jahren 1902/1903 grundlegend erneuert. So wird ein neuer Kessel eingebaut, das Maschinenfundament wird erneuert und die Radkästen werden neu erbaut. Während der zeit des Ersten Weltkriegs können aus finanziellen Gründen keine Unterhaltsarbeiten gemacht werden. Erst 1925 kann die «Schweiz» generalüberholt werden.

1928 wird die «Schweiz» (inklusive Steuermann und Maschinist) für einige Zeit an die Deutsche Reichsbahn vermietet, der Dampfer übernimmt die Dienste im Radolfzellersee. 1936 werden die Motorschiffe Munot und Arenenberg in Betrieb genommen, dadurch wird die «Schweiz», da zu teuer und altersschwach, praktisch nicht mehr eingesetzt. 1939, im letzten Betriebsjahr, legt die «Schweiz noch ganze 422 Kilometer zurück. Mit dem Kriegsausbruch am 1. September wird der Glattdeckdampfer, der sein Äusseres unverändert beibehalten hat, ausser Dienst gestellt und verschrottet.

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