MS Siesta – Bielersee und Aare

Am Anfang war die «Siesta» umstritten wegen der Bauweise und der Farbgebung.(Foto Kurt Hunziker, 31. Juli 1995)
Am Anfang war die «Siesta» umstritten wegen der Bauweise und der Farbgebung.
(Foto Kurt Hunziker, 31. Juli 1995)

Ende der 1980er Jahre steigen bei der Aare-Schifffahrt die Frequenzen markant an. Mit den bestehenden Schiffen können die erforderlichen Leistungen kaum mehr bewältigt werden. Die BSG entschliesst sich, einen Neubau in Auftrag zu geben. Die Wahl fällt auf die Deggendorfer Werft in Bayern, die ja auch schon die «Drillinge» Weggis, Brunnen und Flüelen für den Vierwaldstättersee erbaut hat. Mittels Lastwagen werden die Einzelteile (Sektionen) von Deggendorf nach Biel befördert.

 

Beim Neubau handelt es sich um einen Semikatamaran. Das, «Siesta» genannte, Schiff ist 48.15 Meter lang und 10.50 Meter breit. Die zwei Detroit-Dieselmotoren leisten je 420 PS auf zwei Schottel-Ruderpropeller. 500 Personen können auf der «Siesta» mitfahren.

 

Kritik

Das Schiff war zunächst türkis, altrosa und blau angestrichen. Das neue Schiff soll, wie es der Name schon sagt, Feriengefühle vermitteln – darum die gewagten Farben und der aussergewöhnliche Name.  Beim Erscheinen der «Siesta» wurde Kritik laut: Die Stadt Grenchen erwartete ein Schiff mit ihrem Namen und war masslos enttäuscht, dass ein «Phantasiename» das neue Schiff schmücken solle… Dann die Farbgebung, denn ein «Schiff hatte weiss zu sein»… Und natürlich die Bauart, denn die Katamaran-Bauart war neu für ein Schweizer Gewässer. Doch haben sich die Gemüter schnell beruhigt, denn die ruhige Fahrweise und das grosszügige Platzangebot lassen eine Fahrt auf der Aare (noch) mehr zum Genuss führen.

 

In Fahrt

Die «Siesta» bekam im April 2019 einen neuen Anstrich. Jetzt ist die Siesta weiss, unterbrochen von horizontalen roten und vertikalen blauen Linien und wird während der Saison (fast) täglich und mit einem ausgezeichneten Gastronomie eingesetzt.

 

Mehr Informationen über das MS Siesta