1894 bekommt Louis Trüb, Schiffs- und Motorbauer in Genf-Pâquis, die Erlaubnis, verschiedene Schifffahrtsdienste im Hafenbecken einzurichten. Dazu werden kleine, mit Petrolmotor versehene Boote, eingesetzt. Diese kleinen Boote werden bereits als Möwen (Mouettes) bezeichnet. Nach Jahren der Blüte geht es 1939 wirtschaftlich bergab und die Schifffahrtsgesellschaft ist gezwungen zwei «Möwen» an zwei Verwaltungsräte der Schifffahrtgesellschaft auf dem Neuerburger- und Murtensee (LNM) zu verkaufen. Diese stellen die beiden Schiffe der LNM unentgeltlich zur Verfügung. Es handelt sich um die «M.G. 17 Sarcelle» und die «M.G. 18 Bécassine».
MS Sarcelle
Die ursprünglich als «MG 17» bezeichnete Einheit wird im Jahr 1929 von den Gebr. Sulzer erbaut. Das Motorschiff hat eine Länge von 20,10 Meter über Deck und eine Breite von 3,80 Meter über alles. Der Sulzer-2-Takt-Dieselmotor hat eine Leistung von 75 PS; das Schiff kann 60 Personen befördern.
Nach Einsätzen im Genfer Seebecken (siehe auch MS Bécassine) kommt die als «Sarcelle» bezeichnete Einheit am 29. Juni 1940 auf den Neuenburgersee. Käufer sind zwei Verwaltungsräte, die der Neuenburger Gesellschaft das Schiff unentgeltlich zur Verfügung stellen. Nach dem Umzug vom Genfer- auf den Neuenburgersee übernimmt es sofort die Lokalkurse. 1943 geht die «Sarcelle» in den Besitz der Schifffahrtsgesellschaft über.
Sie wird 1995 ausser Dienst gestellt und wird zurück nach Genf verkauft, wo es heute noch verkehrt.