MS Grèbe – Lac Léman

Die Abfahrtszeit ist da – das MS Grèbe kann voller Menschen den Anleger Genf Mont-Blanc verlassen.(Archiv Kurt Hunziker)
Die Abfahrtszeit ist da – das MS Grèbe kann voller Menschen den Anleger Genf Mont-Blanc verlassen.
(Archiv Kurt Hunziker)

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der «Col-Vert» im Jahr 1960 wird eine Anschlussbestellung an die Bodan-Werft aufgegeben. Die neue «Grèbe» weist die gleichen Masse wie die «Col-Vert» auf, nur die Heckform ist anders konzipiert. Das neue Schiff ist 28,30 Meter lang und 5,80 Meter breit (jeweils über alles). Der 4-Takt-Dieselmotor von Saurer leistet 400 PS, die Tragkraft beträgt 150 Personen. Das Wort «Grèbe» bezeichnet einen Wasservogel: den Haubentaucher.

 

Einsatz

Die «Grèbe» (und die «Col-Vert») werden nach der Jungfernfahrt das ganze Jahr eingesetzt: im Sommer für schwach frequentierte Kurse und für stündige Rundfahrten in Genf, im Winter sogar für Überfahrten Ouchy-Évian-les-Bains.

 

Verkauf

Am 10. September 2005, nach der Anschaffung neuer Schiffe durch die CGN, wird das MS Grèbe an die Mouettes Genevoises (SMGN) verkauft. Offiziell gehört das Schiff der Swissboat, aber mit eidgenössischer Konzession der SMGN. Bei den SMGN wird die «Grèbe» zunächst revidiert und mit einem neuen MTU-6-Zylinder-Dieselmotor von 480 PS ausgerüstet. Das Schiff ist seit 2008 wieder in Betrieb, zugelassen für 150 Personen. Es wird hauptsächlich für die einstündige Rundfahrt, bis viermal pro Tag, nach Bellevue und Creux-de-Genthod eingesetzt.

 

In der Ausgabe 4/11 der Dampferzeitung erschien eine Chronik des MS Col-Vert (und MS Vully). Die Printausgabe ist bei der DZ erhältlich (5 Franken zuzüglich Verpackung und Porto).

 

Weitere Informationen über die Mouettes genevoises.