Am Ende des letzten Jahrhunderts ist die Schifffahrt auf den drei Seen sehr erfolgreich. Dazu stellt die projektierte Landesausstellung Expo.02, die auf vier Standorte an den Jurafuss-Seen vorgesehen ist, den Schiffsbetrieben anspruchsvolle Aufgaben. In diesem Vorfeld wünscht die LNM eine Vergrösserung und Modernisierung ihrer Schiffsflotte. Ein Schiff wird in der Meidericher Schiffswerft in Duisburg gebaut. Für den Transport wird das Schiff in Segmente (Sektionen) getrennt und per Lastschiff bis Basel, dann per Lastwagen nach Neuenburg gebracht. Hier wird es in der LNM-Werft La Maladière wieder zusammengebaut und fertig gestellt.
Die «Fribourg» wird am 6. Mai 1995 in Neuenburg eingeweiht. Im Anschluss findet die Jungfernfahrt, in Begleitung von MS Ville de Neuchâtel, mit Halten in Estavayer-le-Lac, Portalban, Cudrefin, Môtier und Murten, statt.
Das MS Fribourg verfügt über zwei MAN-Dieselmotoren mit je 600 PS und hat eine Länge von 53.30 Meter und eine Breite von 9.00 Meter (jeweils über alles).
Durch die grosszügigen Platzverhältnisse in den Innenräumen ist dieses Schiff ganzjährig als Kurs-, Extra- und Themenschiff im Einsatz.
In der Ausgabe 3/2020 erschien ein Artikel über das MS Fribourg.