Der Auftrag zum Bau der zwei Eindeckschiffe, die die Namen Forch und Zimmerberg erhalten haben, wurde von der Bodan-Werft gegen Konkurrenten aus Deutschland und Österreich gewonnen. Beide Schiffe haben die gleichen technischen Daten. Sie sind 31.20 Meter lang und 5.80 Meter breit (jeweils über alles) und können je 150 Personen befördern. Angetrieben werden sie durch je zwei Deutz-Dieselmotoren auf zwei Festpropeller. Die Bauwerft musste garantieren, dass die beiden Einheiten innert 30 Sekunden von 23 Stundenkilometer Fahrt zum Stehen kommen. Da die Lieferung von fertigen Schiffen vereinbart war, erfolgten die ersten Probefahrten noch auf dem Bodensee. An diesen waren auch zwei Schiffsführer vom Zürichsee beteiligt.
Im Juni 2001 wurden die zwei neuen Einheiten in Güttingen am Bodensee ausgewassert und auf zwei 45 Meter lange Lastzüge verladen. Die Schiffe waren fertig erstellt, nur die Steuerhäuser konnten wegen der Höhe nicht montiert werden. Der Transport dauerte vier Nächte, da während des Tages nicht gefahren werden durfte. Am 14. Juni 2001 erreichten die beiden Lastzüge Stäfa, wo die neuen Einheiten in ihr neues Heimatgewässer gesetzt wurden.
Inbetriebnahme
Nach der ordentlichen Generalversammlung der ZSG vom 25. Juni 2001 im Casino Zürichhorn wurden die «Zwillinge» getauft. Als Taufpatinnen wurden zwei junge Sportlerinnen ausgewählt. Das Ehrenamt für das MS Forch übernahm die Behindertensportlerin Christina Heer aus Herrliberg und als Gotte für das MS Zimmerberg amtete die Orientierungsläuferin Kaya Würmli aus Thalwil. Die anschliessende Jungfernfahrt führte bei schönstem Sommerwetter dem rechten Seeufer entlang bis Stäfa und über Wädenswil dem linken Seeufer entlang zurück ins Zürcher Seebecken.
Der Gast kann die beiden Schiffe an der Farbe der Sitzpolster in den Innenräumen unterscheiden. Bei der «Forch» sind diese rot, während die Bänke auf der «Zimmerberg» blau gepolstert sind.
Im Laufe der Zeit
In den Jahren 2009 und 2019/20 wurden beide Schiffe zusammen in die Werfthalle genommen. Sie erhielten eine Überholung sowie neue Motoren.
Die «Forch» und die «Zimmerberg» verkehren ganzjährig im oberen Seeteil für die Querfahrten sowie als Mini-Seerundfahrt ab Zürich im strengen Dienst und legen jährlich zwischen 35‘000 und 50‘000 Kilometer zurück.
Mittelfristig ist ein Ersatz der beiden Schiffe geplant.