MS Baslerdybli - Rhein Basel

Im ersten Betriebsjahr des MS Baslerdybli avancierte dieses Schiff bereits zum Publikumsliebling.(Foto Anton Räber, 1980)
Im ersten Betriebsjahr des MS Baslerdybli avancierte dieses Schiff bereits zum Publikumsliebling.
(Foto Anton Räber, 1980)

In der Schiffswerft Linz an der Donau wurde für die Basler Personenschifffahrt Gesellschaft (BPG) ein kleineres Motorschiff erbaut. Das «Baslerdybli» genannte Schiff ist 35.50 Meter lang und 7.00 Meter breit. Die beiden GM-Dieselmotoren leisten je 170 PS auf zwei Festpropeller. Das MS Baslerdybli kann 140 Personen mitnehmen. Das Schiff ist nach einer Briefmarke, das «Basler Dybli», auch Basler Taube benannt. Diese ist die erste und einzige Briefmarke, die vom Kanton Basel-Stadt herausgegeben wurde.

 

Nostalgie

Die Bauform erinnert an einen Schraubendampfer. Dies weil der langjährige Direktor der BPG, Hans Ritter, immer gerne einen Raddampfer auf dem Rhein gesehen hätte. Er war sogar in Verhandlungen mit der Prager Personenschifffahrt und stand kurz vor dem Abschluss. Dann legte jedoch das damalige tschechoslowakische Kulturministerium das Veto ein. Die Begründung lautete, dass Kulturgut aus der CSSR nicht ins kapitalistische Ausland veräussert werden konnte. Auch das Projekt, die «Neuchâtel» nach Basel zu holen scheiterte.

 

Auf einem Jugendbillett des Verbandes der Schweizerischen Schifffahrtsunternehmen wird das beliebte Schiff prominent abgebildet.

 

Im unteren Salon befinden sich Elemente des ehemaligen Vierwaldstättersee-Raddampfers Pilatus. Diese geben dem Raum ein nostalgisches Flair. Sofort nach der Betriebsaufnahme wurde die «Baslerdybli» zum Liebling der Basler. Leider wird das Schiff in den letzten Jahren immer weniger eingesetzt.

 

Ausser Dienst

Gemäss der neuen Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Basel-Stadt wird das MS Baslerdybli bis spätestens Mitte 2026 die BPG-Flotte verlassen. Zu hoffen ist, dass das Motorschiff Baslerdybli dann auch gebührend verabschiedet wird!

 

Mehr Informationen über das MS Baslerdybli.