Die Firma Mauriac Père in Bordeaux erbaut das erste Dampfschiff für den Neuenburgersee im Hafen von Yverdon. Die Maschinenanlagen sowie die Kessel werden von Boulton & Watt geliefert. Am 10. Juni wird die «Union», mit Kanonendonner und Fanfaren begleitet, in Yverdon von Stapel gelassen. Die Tragkraft des Raddampfers liegt bei 200 Personen, er ist 26.50 Meter lang und 8.50 Meter breit. Seine zwei Dampfmaschinen leisten je 14 PSnom.
Erfolglose Einsätze
Am 30. Juni 1826 erreicht der Raddampfer erstmals Neuenburg und am 14. Oktober den Bielersee. Der erhoffte Erfolg der neuen Verbindung von Yverdon nach Nidau (bei Biel) bleibt jedoch aus. So entstehen, wegen der Unerfahrenheit des Personals, Schäden an Schiff und Landestellen. Der Zihl fehlt die nötige Tiefe für regelmässige Fahrten. Maut und Zoll zwingen zu grossen Umtrieben und oft verlängerten Aufenthalten an den Grenzen, da die Waren zu oft entladen, gewogen und wiederverladen werden müssen. Das Dampfschiff Union stellt seine Fahrten im Jahr 1828 ein.
Restaurantschiff
Nach dem Verkauf baut es der neue Eigner zu einem Restaurantschiff (!) um und beschränkt seinen Einsatz für besondere Anlässe. Nach einem Brand wird alles wieder instand gestellt; der Besitzer wechselt abermals. Schliesslich versinkt die Schale 1832 im See, wird 1835 gehoben und abgebrochen.
Maschine geht ins Grossherzogtum Baden
Die Maschine kann auf den Bodensee verkauft werden. Dort versieht sie ihren Dienst bis 1843 auf dem badischen Dampfer Helvetia.