Der von Escher Wyss erbaute Raddampfer läuft am 4. Februar 1856 vom Stapel und wird im April in den Fahrplandienst geschickt. Die «Rhône» hat eine Länge von ca. 42.90 Meter, eine Breite von ca. 9.20 Meter (jeweils über alles) und kann 300 Personen befördern. Die oszillierende Niederdruck-Maschine leistet 45 PSnom.
Untergang
Am Abend des 23. November 1883 wird die «Rhône» bei einem heftigen Südweststurm auf der Höhe von St-Sulpice vom DS Cygne gerammt und sinkt innerhalb weniger Minuten. Dabei ertrinken elf Personen. Ursache der Katastrophe ist, dass die beiden Dampfer, welche sich nach Fahrplan in der Seemitte zwischen Lausanne und Evian hätten begegnen müssen, wegen des schlechten Wetters andere Kurse steuerten («aufkreuzen») und an ungewohnter Stelle und bei völliger Dunkelheit aufeinandertrafen: Die pünktliche «Rhône» überquerte den See von Evian Richtung Westen und die um 15 Minuten verspätete «Cygne» fuhr wegen des starken Wellengangs nicht nach Evian, sondern direkt nach Thonon.
Das Wrack liegt immer noch im See. Bilder vom Wrack gibt es hier. Eine PowerPoint-Präsentation zum Untergang sehen Sie hier.