Am 15. Juli 1826 läuft im Rahmen eines Volksfestes in Ouchy (Lausanne) der Raddampfer Léman (I), genannt «Léman Vaudois» vom Stapel, bereits am 23. Juli beginnen die öffentlichen Fahrten im oberen Seeteil. Am 27. Juli werden regelmässige Fahrten nach Genf aufgenommen.
Grün/weisser Anstrich
Die «Léman» ist 40.00 Meter lang (über Deck) und 7.30 Meter breit (im Hauptspant). Das Schiff wird von der britischen Firma Brent erbaut, die Maschine stammt von Boulton & Watt aus Birmingham, die Niederdruck-Balancier-Maschine leistet 60 PSnom. Die «Léman» befördert bis zu 500 Personen. Das auffällig in den Waadtländer Farben gemalte Schiff (grün/weiss) wird von den Genfern mit gemischten Gefühlen aufgenommen.
Von Holz auf Eisen
Nachdem der Dampfer, der mit einer Holzschale versehen ist, mit der Geschwindigkeit anderer Dampfer nicht mithalten kann, wird beschlossen, die «Léman» mit einer eisernen Schale auszurüsten, also ein neues Schiff zu bauen.
Escher Wyss liefert die Schiffsschale, die Firma Maundslay in London fabriziert vier (!) neue Kessel mit einem Betriebsdruck von ½ atü (vorher ¼ atü). Die Maschine erhält von Escher Wyss neue und grössere Zylinder. Am 1. August 1838 kann der Dampfer Léman (II) dem Betrieb übergeben werden.
1856 wird der Raddampfer ausser Dienst gestellt, die Kessel werden im DS Léman (III) verwendet.