DS J.J. Rousseau (I) - Lac de Neuchâtel

Fahrplan für das Dampfschiff J.J. Rousseau.(Archiv Sébastien Jacobi)
Fahrplan für das Dampfschiff J.J. Rousseau.
(Archiv Sébastien Jacobi)

Die Maschinenfabrik Gebrüder Elsner aus dem deutschen Koblenz erbaut für die «Société Central» den Raddampfer J.J. Rousseau (I). Das Schiff hat eine Länge von 39.93 Meter (über Perpendikel) und eine Breite von 4.27 Meter (über Hauptspant). Die Maschinenleistung beträgt 40 PSnom. 300 Personen können mitfahren. Der Dampfer gelangt von Koblenz nach Basel mit eigener Kraft und wird von Basel nach Biel auf der Strasse transportiert und dort wiederzusammengesetzt.

 

Erste Einsätze

Am 29. August 1855 unternimmt es die ersten Probefahrten von Biel zur Petersinsel und zurück. Im Mai 1856 werden, gemäss Inseraten, erstmals Passagierfahrten zwischen Nidau und Yverdon ausgeschrieben, ab dem 7. Juni folgen Fahrten auf der Strecke Neuchâtel-Yverdon-Nidau-Neuchâtel. Doch geht es nicht ohne Konzession: Nach wenigen Tagen werden die Fahrten eingestellt. Ab Mitte Juli verkehrt dann die «J.J. Rousseau» (I) ab Yverdon in verschiedenen Einsätzen.

 

Unbekanntes Verbleiben

Mit der Inbetriebnahme des DS Flèche im September 1856 gehen die Einsätze zurück. 1858 geht die Besitzerin des Raddampfers in Konkurs, das Schiff wird an eine neu gegründete Gesellschaft im Kanton Freiburg verkauft. Das weitere Schicksal ist nicht bekannt.