DS Industriel – Lac de Neuchâtel;
ab 1855 «Seeländer» - Bielersee

Zeitgenössische Darstellung des zweiten Neuenburger Dampfers. (Bild zVg)
Zeitgenössische Darstellung des zweiten Neuenburger Dampfers.
(Bild zVg)

Nach einer Pause der Schifffahrt läuft am 19. Juli 1834 das Dampfschiff Industriel vom Stapel. Initiiert wird der Raddampfer vom Neuenburger Industriellen Philippe Suchard, den die Welt als Schokoladeproduzenten kennt. Das Schiff und die Maschine werden von der Firma Cavé in Paris erbaut, es ist 33 Meter lang und 4 Meter breit und mit einer Geschwindigkeit von 19 km/h fast doppelt so schnell wie das Vorgängerschiff Union.

 

Betriebsaufnahme
Der fahrplanmässige Betrieb zwischen Neuenburg und Yverdon wird am 7. August 1834 aufgenommen und verläuft gut. Ärger machen jedoch der Pegelstand und auch die Maschinisten französischer und englischer Herkunft. Diese Spezialisten spielen ihre Rolle zeitweise penetrant aus, indem sie ihre abweichenden Willen durchsetzen. So wird berichtet, Reisende hätten in Nidau übernachten müssen, weil der Maschinist die Abfahrt verweigert hätte…

 

Verkauf und neuer Name
Die «Industriel» ist bis 1851 im Einsatz und wird an eine Solothurner Gesellschaft verkauft, die sie in «Seeländer» umbenennt. Der Dampfer wird oft als Schlepper verwendet. Hie und da versieht die «Seeländer» auch Kursfahrten auf der Aare und teilweise auch von Neuenburg nach Chevroux (1859). 1860 wird die «Seeländer» für Torftransporte für die Feuerung von Lokomotiven zwischen Hagneck und Biel verwendet.

 

Versunken
1862 sinkt das Schiff in einem heftigen Sturm vor Hagneck. Dort liegt es heute noch.