Die neu gegründete «Compagnie de l’Helvétie» lässt bei Ditchborn & Mare in England ein, nach den neuesten technischen Gesichtspunkten konzipiertes Schiff bauen. Dieser, «Helvétie» benannte Raddampfer, erhält erstmals in der Schweiz, sogenannte Schottenkessel und eine ebenso neuartige oszillierende Niederdruckmaschine. Die «Helvétie» ist 50 Meter lang (über alles) und 6.44 Meter breit (im Hauptspant). Der Raddampfer hat ein Gewicht von 186 Tonnen, er kann bis zu 1’000 Personen befördern. Die Entstehungskosten belaufen sich auf ca. 400’000 Franken. Die «Helvétie» läuft am 27. Mai 1841 in Genthod vom Stapel, die Inbetriebnahme erfolgt am 5. August.
Ausser Dienst und Umbau
1872 folgt ein Totalumbau: Das Schiff bleibt ein Glattdeckdampfer und erhält Hochdruckkessel und eine neue oszillierende Verbundmaschine von Escher Wyss. Nach der Kesselexplosion vom 9. Juli 1892 auf der «Mont-Blanc» (II) wird die «Helvétie», aus Sicherheitsgründen, ausser Dienst gestellt. Im Winter 1892/1893 bekommt der Raddampfer neue Kessel, die Maschine wird umgebaut.
Abbruch
1918 wird der Raddampfer, infolge des Ersten Weltkrieges und der darauffolgenden Wirtschaftsflaute, abgebrochen. Die Preise für Altmetall sind in jener Zeit sehr und werfen gute Einnahmen für die Schifffahrtsgesellschaft ab.