DS Helvétie (I); ab 1912 DS Yverdon – Lac de Neuchâtel

Die Matrosen der «Helvétie» sind bereit für das Landemanöver. (Archiv RTS, 1899)
Die Matrosen der «Helvétie» sind bereit für das Landemanöver.
(Archiv RTS, 1899)

Als erster Halbsalon-Dampfer auf den Juraseen kommt die «Helvétie» im Jahr 1881 in Betrieb. Das Schiff hat eine Länge von 41.60 Meter und eine Breite von 9.60 Meter (jeweils über alles). Die stehende oszillierende 2-Zylinder-Nassdampf-Verbundmaschine von Escher Wyss hat eine Leistung von 200 PSi, der Raddampfer kann 450 Personen befördern. Der Stapellauf erfolgte am 11. Juli 1881. Die Jungfernfahrt führte am 24. Juli 1881 nach Nidau.

 

Den ersten Grosseinsatz leistete die «Helvétie» anfangs August 1881 im Querverkehr nach Estavayer während des eidgenössischen Schützenfestes in Freiburg. Oft und gerne wurde sie für sonntägliche Ausflugsfahrten verwendet.

 

Havarie

Am 17. Dezember 1904 endete Kurs 8 ans Südufer des Neuenburgersees in Nacht und Nebel, 18.33 Uhr, im Sand bei Estavayer. Erst anderntags, um 14.00 Uhr, gelang es, die unbeschädigte «Helvétie» flottzumachen.

 

Namenswechsel

Im Winter 1911/12 wurde der Kessel ersetzt, das offene Mitteldeck nach vorne geschlossen und überdacht (mit Steuerstand innerhalb der Rotonde) und das Schiff umbenannt in «Yverdon».

 

Revisionen

1925/26 revidierte Escher Wyss die Maschine, das Schiff wurde erneuert, ein Bugruder eingebaut, eine Verlängerung der Schale unterblieb. 1949/50 erfolgten eine Kesselrevision und grössere Unterhaltsarbeiten.

 

Letzte Einsätze

Das DS Yverdon wird in den letzten Einsatzjahren fast nur noch an schönen Sonntagen auf der Route nach Murten eingesetzt.

 

Am 25. September 1960 wurde die «Yverdon» mit einer letzten Fahrt nach Murten feierlich verabschiedet und darauf nach einer Fahrleistung von über 800’000 Kilometern abgebrochen.

 

In der Ausgabe 3/2006 der Dampferzeitung erschien ein Artikel über die Halbsalon-Dampfer Helvétie, Neuchâtel und Fribourg.