DS Delphin; ab 1892 DS Möve; ab 1920 MS Möve - Greifensee

Das Dampfschiff Möve bei einem Landemanöver.(Archiv Kurt Hunziker)
Das Dampfschiff Möve bei einem Landemanöver.
(Archiv Kurt Hunziker)

Bis zum Jahr 1890 werden die Passagiere zwischen Maur und Niederuster immer noch mit Ruderbooten befördert. Nach der Gründung einer Dampfschiffgesellschaft kauft diese am Bodensee einen Schraubendampfer mit dem Namen Delphin. Schiff und Maschine sind 1868 bei Oriolles in Nantes erbaut worden. Auf dem Bodensee dient es der (französischen) kaiserlichen Familie Bonaparte für Vergnügungsfahrten während ihrer Sommeraufenthalte auf dem Schloss Arenenberg. Nach dem Tod des Kaisers und des Prinzen bot es Kaiserin Eugénie zum Kauf an.

 

Der Dampfer ist 10,00 Meter breit und 2,05 Meter breit (jeweils über alles) und unstabil. Am 3. April 1892 sinkt es wegen Überlast an Menschen und Material und fordert vier Tote. Nach der Bergung bekommt die «Delphin» den Namen Möve. 1920 erhält die «Möve» einen Hanomag-Zylinder-Benzinmotor mit 15 PS Leistung. Das Schiff ist noch bis 1932 im Einsatz.

 

Lebensabend eines Schiffes – Ein Artikel in den Neuen Zürcher Nachrichten vom 2. August 1935.