Neues Motorschiff für den Lago di Como
Nach der Einweihung der 100. Einheit der Gesamtflotte von Garda-, Comer- und Langensee Ende September dieses Jahres – Hybridschiff Ambrosiana für den Lago di Como – lief am 17. November 2025 schon wieder ein Neubau vom Stapel! Zu diesem Anlass luden die Verantwortlichen in die Bauwerft Dervio am oberen Comersee ein. Der Flottenneuling ist baugleich zur «Ambrosiana», einschliesslich dem Antrieb. Die Taufe erfolgte traditionell mit der Champagnerflasche. An der Spitze der Behördendelegationen standen der Verantwortliche der Gestione Governativa Navigazione Laghi Italia, Dr. Pietro Marrapodi, der Unterstaatssekretär, Senator Alessandro Morelli sowie die Präsidentin der Provinz Lecco (auf deren Amtsgebiet sich die Werft befindet), Alessandra Hofmann.
Wie das MS Ambrosiana wurde auch das noch namenlose Schiff von der Cartubi Srl. erstellt. Nach der Taufe werden die letzten Arbeiten sowie die Inbetriebnahme an die Hand genommen. Während die «Ambrosiana» anfangs 2026 einsatzbereit sein sollte, wird es beim vorliegenden Neubau Sommer nächsten Jahres. Das Schiff wird wiederum für 350 Personen Fassungsvermögen gebaut.
Investitionen in Millionenhöhe
Die Spitzenvertreter der Schifffahrt benützten die Gelegenheit, über laufende Projekte zu orientieren. Dazu zählen neben Infrastrukturen (für den Comersee sind das die Sanierung und Ausbau der Werft Dervio, der Bau einer dritten Werft nahe Lecco, weitere Schiffe sowie Sanierung der bestehenden Flotte, mithin die längst beschlossene Revision der «Patria») die massive Aufstockung des Personals um gesamthaft 95 Fahrdienstangestellte für die Saison 2026. Zusätzliche 28 Mitarbeitende werden für unbefristete Anstellungsverhältnisse gesucht. Die Zahlen der Personalbeschaffung gelten für alle drei Seen der Gestione. Selbstverständlich werden die anderen beiden Seen von Infrastrukturverbesserungen profitieren.
Von Seiten des zuständigen Ministeriums in Rom sicherte Staatssekretär Morelli die weitere aktive Unterstützung aller Projekte zu. Er vertrat den stellvertretenden Ministerpräsidenten der Republik Italien, Matteo Salvini, der als Verantwortlicher für Infrastruktur die Entwicklung der Schifffahrt der drei Seen zur Chefsache erklärt hat. Die Schifffahrt versteht sich künftig noch mehr als bisher nicht nur als touristische Institution, sondern will den Alltagsverkehr – im Sinne eines Service Public – nachhaltig und langfristig fördern. Impulse dazu wird auch die in Kürze stattfindende Winterolympiade (Milano und Cortina d’Ampezzo) geben.
Wir bedanken uns herzlich dem Verfasser dieses Berichts, unserem Mitarbeiter Mario Gavazzi.
Der Autor dankt Gino Quarenghi, pensionierter Chefmaschinist Navigazione Lago di Como, und Prof. Flaminio Borgonovo, Cantù (Autor des Buches über DS Patria) für die Informationen und Bilder.

