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Lago di Como (DS Patria)

DS Patria

Im Spätherbst 2022 fanden in der Provinz Como Wahlen statt und der bisherige Präsident Fiorenzo Bongiasca wurde in seinem Amt bestätigt. In einer Art Regierungserklärung am 28. November 2022 hat er klar betont: «Salverò il Patria» – auf Deutsch – «ich werde DS Patria retten».

Er beliess es nicht nur bei dieser Aussage, sondern liess die letzten rund vier Jahre Revue passieren: Nach der öffentlichen Ausschreibung des Betriebes des Schiffes, welches sich nach wie vor im Eigentum der Provinzverwaltung Como befindet, wurde einem Konsortium 2019 der Zuschlag erteilt (die Dampferzeitung hat letztes Jahr ausführlich darüber berichtet).

Dann hat Covid-19 allen, auch touristisch orientierten Unternehmen für mehr als zwei Jahre einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Dazu kam die Weigerung der zuständigen Schifffahrtsinstanzen des Comersees, ihre Infrastruktur für Unterhalt und Betrieb zur Verfügung zu stellen.

Die Provinz Como ist in dieser Zeit gemäss Aussagen ihres Präsidenten nicht untätig geblieben. Eine Anfrage an das zuständige Kulturministerium in Rom, ob die vom Konsortium geplante Nutzung des Schiffes, Anpassungsarbeiten inklusive, aus denkmalpflegerischer Sicht genehmigungsfähig ist, wurde erst nach eineinhalb Jahren beantwortet. Immerhin ist diese Antwort im positiven Sinne eingetroffen.

In der neuen Legislaturperiode stehen Diskussionen auf höherer Ebene, konkret beim für Mobilitätsfragen zuständigen Ministerium im Rom an. Davon erhofft man sich ebenso eine positive Antwort. Immerhin hat die Navigazione im Zeitraum der Sanierung und Wiederinbetriebnahme, sowie gut zwei Jahren Rundfahrtenbetrieb (2014/2015), problemlos ihre Infrastruktur zur Verfügung gestellt (notabene gegen Bezahlung). Aktuell wird somit das Problem zu lösen sein, dem Dampfer den Platz für Unterhalt und eine immer dringendere Nach-Renovation zu schaffen. Das schafft den Boden, auf dem ein späterer Betrieb aufgebaut werden kann.

Fotos: Am 11. Januar 2016 verkehrte DS Patria letztmals in eigener Kraft vom Quai in Como zur Villa Olmo. Die Fahrt dauerte zwar keine zehn Minuten (Distanz kaum 1 Kilometer), Manöver inklusive. Zur Besatzung der bisher letzten kurzen Fahrt zählte Maschinist Gino Quarenghi; zusammen mit der Besatzung, bestehend aus Pensionierten der Navigazione, navigierte der Dampfer wie gewohnt professionell und sicher ans Ziel.
(Bericht und Fotos von Mario Gavazzi)

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