Nach Querelen zu Saisonbeginn: SBS und BSB begraben das Kriegsbeil
Am Samstag, 25. April wurde die Saison 2026 mit der Internationalen Flottensternfahrt eröffnet. Ziel war in diesem Jahr Romanshorn. Es nahmen von der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt (SBS) das MS St. Gallen, von den Bodensee Schiffsbetrieben (BSB) die Motorschiffe Überlingen, München und Schwaben, von der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) das MS Schaffhausen und von den Bodensee Lines aus Bregenz (VLB) das Motorschiff Vorarlberg teil. Gleichzeitig fand auch das Hafenfest in Romanshorn statt. Zahlreiche Attraktionen, u.a. das Dampfschiff Hohentwiel mit Kurzrundfahrten und das MS Oesterreich (als stehendes Restaurantschiff), zogen viele Neugierige aus Nah und Fern an.
Der traditionelle Stern wurde nach 15 Uhr vor der Kulisse der Stadt Romanshorn gebildet. Hier zeigten die Nautiker ihr Können!
Friedensschluss
Nach den Unstimmigkeiten, die auch in den Medien ausgetragen wurden, war man gespannt, wie sich die Protagonisten verhalten würden. Und man war überrascht: Benno Gmür, CEO der SBS, gab gleich zu Beginn des festlichen Anlasses die frohe Kunde bekannt: «Seit heute Morgen um 7 Uhr gilt, dass die SBS wieder alle Gäste akzeptiert, die ein Ticket der BSB vorweisen können.»
Zudem werden sie Schiffe der SBS am kommenden Jahr wieder den Hafen von Konstanz anlaufen.
Im Weiteren darf der deutsche Partykönig Andreas Karlinger, auch bekannt als «KingKarla», die Fähre Euregia weiterhin als Eventschiff betreiben und kann den Hafen von Friedrichshafen wieder regulär anlaufen. Auch hier hatten die beiden Unternehmen Differenzen.
Und gar die gemeinsame Nutzung der SBS-Werft in Romanshorn wollen die beiden Unternehmen nach einer Pause von zehn Jahren eingehend prüfen.
Und schliesslich, so Benno Gmür, werde man Ende Mai zusammen mit der Arbeitsgruppe IPBK das Thema einer allgemeingültigen Tageskarte für den gesamten Bodensee aufgreifen.
Bei bestem Frühlingswetter mit Sonnenschein dürfte somit die diesjährige Flottensternfahrt als «Frieden vom Bodensee» in die Geschichte eingehen, wie Benno Gmür mit einem Augenzwinkern bemerkte. Von den rund hundert geladenen Gästen gab es spontanen Applaus, als Benno Gmür und Norbert Reuter, Geschäftsführer der BSB, symbolisch das Kriegsbeil mit einer Schaufel Sand begraben haben.



