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Mai 2019
Am 29. April 1897 wird der Vertrag zum Bau eines neuen Dampfschiffes für den Brienzersee zwischen der BLS und der Firma Escher Wyss in Zürich unterschrieben. Der Kaufpreis für das neue Schiff beträgt 245’000 Franken. 1897 wird mit dem Zusammenbau begonnen, doch es gibt Verzögerungen. Die Maschinen- und Kesselanlage wird erst im Oktober geliefert. Daher läuft das Dampfschiff, das den Namen Jungfrau erhält, erst am 16. Juni 1898 zur Jungfernfahrt aus. Am 23. Juni 1898 wird die «Jungfrau» erstmals im Fahrplandienst eingesetzt.

1907 erfolgt die erste Hauptrevision auf Stapel. Es müssen Vorgaben erfüllt werden, die das Amt für Verkehr verlangt hat: Kürzung des Regendachs auf dem Oberdeck und deutliche Reduktion der hinteren Galerien. So soll die Stabilität des Schiffes verbessert werden.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg gibt es für die «Jungfrau» eine erneute Hauptrevison. Im Winter 1911/1912 werden neue Decks verlegt, der Erstklass-Salon wird neu bepolstert. Ebenso werden die Radkastenlokalitäten verändert.

Zwischen 1915 und 1925 wird die «Jungfrau» nicht eingesetzt, aber gut unterhalten. 1926 wird der Dampfer wieder eingesetzt und erhält in den Folgemonaten sogleich hohe Fahrleistungen zugeteilt. Während der Weltwirtschaftskrise wird das Dampfschiff selten eigesetzt (1932, 1935-1936 gar nicht, 1933 legt der Raddampfer nur 212 Kilometer zurück).

Ende der Saison 1938 wird das Schiff stillgelegt aber zwischen 1939 und 1941 normal unterhalten. Ab 1942 werden keine Arbeiten am Schiff mehr durchgeführt. 1949 wird von «Lausbuben» das Seeventil geöffnet, die «Jungfrau» bleibt mit 13 Grad Schlagseite liegen. 1951 wird die «Jungfrau» mit einem Alter von nur 54 Jahren, davon 26 Jahren im Einsatz, abgebrochen.

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