Geschichte und Geschichten

2026 wird die «Uri», die damit der älteste Raddampfer der Schweiz ist, 125 Jahre alt. Ein Jubiläum, das es zu würdigen gilt. Nachdem in zahlreichen Veröffentlichungen bereits die Chronik des Schiffes aufgezeichnet wurde, haben wir einen anderen Weg gewählt. In Zehnjahresschritten zeigen wir, was in den Geschäftsberichten und Pressenotizen aufgeschrieben wurde.
Der Bau des Glattdeckdampfschiffes begann am 1. Juli 1895 auf der damaligen Werft Dresden-Blasewitz. Es verkörpert das 55. Schiff im Bestandsregister der Dampferflotte und war das letzte klassische Dampfschiff mit nur einem Deck, ohne weitere Aufbauten.
Zunächst eine provokative Frage, zugegeben, aber es lohnt sich genauer darüber nachzudenken. Besonders angesichts der vielerorts zu beobachtenden problematischen Veränderungen bei der Schifffahrt auf Schweizer Seen, da muss man sich als Schiffsliebhaber schon fragen, was die Zukunft bringt.
Die zwischen Mitte der 1950er Jahre und Mitte der 1970er Jahre erbauten Motorschiffe veränderten die Flotte der DGV (Dampfschifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees, heute SGV) und dienten dann viele Jahre als Hauptträger des Verkehrs. An der Konstruktion dieser Schiffe hat Josef Gwerder mitgewirkt. Sein Tod im vergangenen Jahr sei Anlass, auf diese Epoche der Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee zurückzublicken.
Am 5. Mai 2025 gründeten drei Schifffahrtsinteressierte die Vereinigung der Dampferfreunde des Lago di Como, die Associazione Piroscafi Lariani (APL). Der Begriff Lariani (sprachlich die Mehrzahl von Lariano) ist eine regionale Bezeichnung des Comersees.
Im Weber-Verlag in Thun ist ein neues Buch erschienen.
In den Jahren von 1957 bis 1966 baute die Schiffswerft Korneuburg einige kleine Fahrgastschiffe für die österreichische Personenschifffahrt, welche in der Dampferzeitung Nr. 201 von Franz Dosch kurz vorgestellt wurden. Dieser Beitrag greift die Schiffsserie nochmals auf und stellt sie näher vor.
Für die Schiffsliebhaber gilt die klassische Silhouette der «Baden» mit dem markanten Decksprung und dem kurzen Heckteil schon seit Jahren als Ikone. Aber auch Einheimische und Feriengäste wissen die breiten Seitengalerien und das schattenspendende Sonnensegel auf dem mittleren Oberdeck zu schätzen.
Stolz schaufelt das einst König Albert gewidmete Dampfschiff seit 140 Jahren Elbwasser und übernahm seither nicht nur Fahrgast- sondern auch Transportaufgaben. Heute erfreuen sich zahlreiche Gäste bei einer Fahrt mit dem alten, historischen Dampfschiff. Es ist das drittälteste Dampfschiff der Flotte.
Die «Konstanz», befährt den Untersee und den Rhein zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen seit 1925 nahezu ohne Unterbruch. Ihre Geschichte widerspiegelt auch einen Teil der Probleme der Schaffhauser Schifffahrtsgesellschaft.
Im Weber-Verlag in Thun ist ein neues Buch erschienen.
Eine Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und Romanshorn gibt es seit 1869. Damit auch im Winter ein Stundentakt auf der Fährstrecke Romanshorn-Friedrichshafen-Romanshorn angeboten werden konnte, bestellten die BSB und die SBS Mitte der 1990er Jahre gemeinsam ein neues Motorfährschiff.
Zwischen 1952 und 1961 wurden von der Bodan-Werft in Kressbronn eine ganze Reihe bauartgleicher Schiffe, vor allem für den Einsatz auf Fluss- und Kanalstrecken, entwickelt und geliefert. Die damalige Deutsche Bundesbahn (DB) beauftragte die Bodan-Werft in Kressbronn am Bodensee mit dem Bau eines weiteren Schiffes vom Typ des Motorschiffes Friedrichshafen.
Seit einigen Jahren verfolgt die BLS Schifffahrt eine neue Flottenstrategie. Dies hatte zur Folge, dass die Motorschiffe Stadt Bern und Niederhorn vom Thunersee und das MS Iseltwald vom Brienzersee als überzählig aus der Flotte ausscheiden mussten.
200 Jahre Dampfschifffahrt auf zwei der drei grossen oberitalienischen Seen: Da ist die Erwartungshaltung gross. In zwei Jahren blicken die Schifffahrtsbetriebe von Como (Lario) und auf dem Langensee (Verbano) auf 200 Jahre maschinengetriebene Schifffahrt zurück.
Die Dampferfreunde-Organisationen der Schweiz und dem angrenzenden Ausland treffen sich jährlich zu einer Konferenz. Im Wechsel der jeweiligen Standorte lud der Verein Internationales Bodenseeschifffahrts-Museum mit ihrem Präsidenten Kurt Reich ein.
Im Weber-Verlag in Thun ist ein neues Buch erschienen, das über die bewegte Geschichte des Motorschiffes Oberhofen berichtet.
«Mit Volldampf durch die Schweiz» ging es für 21 deutsche und Schweizer Dampferfreunde vom 29. Juli bis 7. August 2024. In dieser Zeit alle 15 Raddampfer der Schweiz zu zeigen, dazu die schönsten Sehenswürdigkeiten entlang der Ufer zu präsentieren.
Das DS Diesbar ist innerhalb der historischen Dresdner Raddampferflotte ein besonderes Museumsstück der Elbeschifffahrt.
Nach vielen grossen Neubauten kam 1974 das MS Stockhorn zur Flotte.
Im Weber Verlag in Thun ist ein neues Buch erschienen, das über die Gebrüder Knechtenhofer berichtet.
Das Dampfschiff Säntis auf dem Bodensee steht womöglich vor einer Renaissance. Zwar nicht als fahrendes Schiff, aber als Zeitzeuge der Bodensee-Schifffahrt Ende des 19. Jahrhunderts.
Das Ende kam wenig überraschend. Der klassische Oldtimer wurde nach längerem Stillstand in der Werft der Bayerischen Seenschifffahrt in Starnberg abgebrochen.
1936 konnte die jugoslawische Donauschifffahrt von der Ekensberg-Werft in Stockholm die beiden für die Wolga und das Kaspische Meer gebauten Dampfer Iran (Radschiff) und Indus erwerben.