Vierwaldstättersee (SGV)

Das 1991 in Betrieb genommene MS Brunnen verlässt die Landestelle Treib-Seelisberg.(Foto Markus Fröhlich, 7. Juni 2024)
Das 1991 in Betrieb genommene MS Brunnen verlässt die Landestelle Treib-Seelisberg.
(Foto Markus Fröhlich, 7. Juni 2024)

Erneuerung der Innenräume

Im Hinblick auf das Jubiläum «700 Jahre Eidgenossenschaft», das rund um den Vierwaldstättersee gefeiert wurde, lancierte die SGV ein Flotten-Erneuerungsprogramm. Es wurden drei «Allwetter-Motorschiffe» für ca. 300 Personen bei der bayerischen Schiffswerft Deggendorf bestellt. Die drei neuen Schiffe, die grösstenteils von der öffentlichen Hand finanziert wurden, haben rund elf Millionen Franken gekostet. Die drei neuen Schiffe sollten, nach 1991, die Motorschiffe Waldstätter, Titlis und Mythen ersetzen, was dann aber nicht geschah. Die Jungfernfahrt des ersten Schiffes, MS Weggis, fand am 15. Februar 1990 statt, die beiden anderen Einheiten kamen ab dem 1. Februar 1991 zum Einsatz, rechtzeitig zum Jubiläum.

 

Erneuerung

Nach über dreissig Jahren im strengen Einsatz, die Schiffe haben rund eine Million Kilometer zurückgelegt, sollen die Innenräume der drei Einheiten renoviert werden. Die Antriebsanlagen wurden bereits ausgetauscht, alle drei Schiffe besitzen die dritten Motoren.

 

«Wir vollziehen einen Generationenwechsel», sagt Stefan Schulthess, Geschäftsführer des Unternehmens zur Luzerner Zeitung. «Die Schiffe werden im Innenbereich schrittweise renoviert, sodass sie den heutigen Standards entsprechen», sagt Schulthess weiter.

 

Umgestaltung

Als erstes der drei Schiffe wird das MS Brunnen im Inneren erneuert. Ab Herbst 2025 soll das Schiff, nach Plänen der Firma Gschwend AG in Thun, durch Mitarbeitende der Shiptec AG (Tochterfirma der SGV AG Holding) umgestaltet werden. Nach diesen Arbeiten sollen die Innenräume heller und moderner werden. Holz und schlichtes, offenes Design sollen im MS Brunnen nach der Aufwertung dominieren. «Die Erwartungen der Fahrgäste an Platzfreiheit, Design und Gastronomie haben sich seit der Inbetriebnahme dieser Schiffe verändert», sagt Rolf Koch zur Luzerner Zeitung. Er ist Flottenmanager bei der SGV und weiss bestens über die anstehenden Pläne Bescheid.

 

Erneuert wird vieles: Bodenbeläge, Decken, Wände, Treppen, Beleuchtung, Möblierung und einiges mehr. Als Vorbild diene dabei ein wenig das MS Diamant, das im Jahr 2017 erstmals auf dem Vierwaldstättersee unterwegs war. «Im Vergleich zu den drei Schiffen spielt die «Diamant» in einer anderen Liga. Wir orientieren uns bei der Umgestaltung der drei Schiffe an diesem Standard», sagt Koch weiter. Und Schulthess fügt an: «Die Fahrgäste bezahlen gleich viel für ein Billett, egal ob sie nun ein modernes Schiff erwischen oder ein knapp 35-jähriges Schiff sie transportiert.» Man erhalte sozusagen für den gleichen Preis zwei unterschiedliche Leistungen. «Das müssen wir ändern», sagt Schulthess. Entsprechend werden die Renovationsarbeiten in den nächsten Jahren durchgeführt.

 

Kosten

Die Umgestaltung der drei Schiffe lässt sich die SGV denn auch einiges kosten: Rund 1,75 Millionen Franken pro Schiff fliessen in die Modernisierung. Geplant ist, dass das Motorschiff Brunnen im kommenden Frühling wieder auf dem See unterwegs sein wird. Die Umgestaltung der «Flüelen» soll ab dem Herbst 2026 stattfinden, der Termin für die Modernisierung des MS Weggis ist noch offen.

 

Quellen

Luzerner Zeitung

Dampferzeitung