Das MS Baslerdybli bleibt – Renovation beschlossen
Die Basler Personenschifffahrt (BPG) sichert den Verbleib des MS Baslerdybli und plant die Renovation im Herbst 2026 – mit dem Ziel, das Schiff langfristig bis 2031 zu erhalten und weiterhin für besondere Charterfahrten einzusetzen.
Baslerdybli bleibt in der Flotte
«Das Baslerdybli ist weit mehr als ein Schiff – es ist ein emotionaler Anker für viele Basler und Baslerinnen. Mit der geplanten Erneuerung sorgen wir dafür, dass dieses Original auch künftig seinen Platz für besondere Veranstaltungen auf dem Rhein behält,» sagt Frédéric Petignat, Geschäftsführer der Basler Personenschifffahrt zur Dampferzeitung.
Teil der Basler Identität
Und weiter: «Das MS Baslerdybli ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Basler Rheinlandschaft und zahlreichen Gästen ans Herz gewachsen. Ob Hochzeiten, Jubiläen oder besondere Momente im kleinen Kreis – das Schiff steht für unzählige persönliche Erinnerungen und ist aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Genau diese Erlebnisse sollen auch in Zukunft möglich bleiben und weiterhin ihren Platz «uff em Rhy» finden».
Vorgeschichte
Gemäss dem bisherigen Informationsstand musste davon ausgegangen werden, dass das 1980 in Betrieb genommene Motorschiff Baslerdybli das Ende seiner Tage erreicht haben würde. Noch vor einem Jahr hatte die damalige BPG-Präsidentin Petra Hasler verkündet, dass sich ein Weiterbetrieb aufgrund der hohen Unterhaltskosten nicht rechnen würde (die DZ berichtete).
Das Schiffsattest des Schiffes läuft Ende Oktober 2026 ab. Ohne umfassende Massnahmen hätte die BPG die Verschrottung einleiten oder für das Schiff einen Käufer finden müssen, was allerdings nicht gerade einfach geworden wäre. «Ein möglicher Verkaufserlös wäre wohl durch den aktuellen enormen Instandhaltungsstau vermindert worden», führt Robert Straubhaar, seit Jahresbeginn mit seiner Firma «United Waterways» neuer Besitzer der BPG, aus. Mit anderen Worten: Im Hinblick auf die eigentlich angedachte Stilllegung war nicht mehr viel in das Schiff investiert worden.
Sanfte Renovation
Die BPG lässt sich diesen Entscheid einiges kosten, wie Robert Straubhaar bestätigt: «Da wir zurzeit erst die Offerten einholen, können wir keine genauen Zahlen sagen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass es sich um Kosten von 700’000 – 1,2 Mio. Franken handeln wird. Und zwar ohne den Austausch der Motoren und Generatoren. Dieses Thema wird die BPG dann Ende 2032 anschauen.»