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August 2022

DS Schweiz – Untersee und Rhein
Dank der guten Konjunktur hat die Dampfbootgesellschaft des Untersees und Rhein gute Geschäftszahlen und so beschliesst der Verwaltungsrat am 7. Januar 1867 bei den Gebrüdern Sulzer in Winterthur ein weiteres Dampfschiff zu bestellen. Der Dampfer sollte etwas grösser in den Ausmassen als die Vorgängerdampfer sein und soll 350 Gäste befördern können. Erbaut wird das Schiff in Romanshorn, wo die «Schweiz» am 11. Juli 1867 von Stapel läuft.

Foto: Diese private Aufnahme der «Schweiz» stammt vom 31. Juli 1899.

Am 5. Dezember 1877 ist die «Schweiz» mit «voller Ladung und zahlreichen Passagieren» an Bord am unteren Horn vor Reichenau aufgefahren. Das Schiff kommt nicht mehr frei, die Fahrgäste müssen mit Booten auf die Insel Reichenau und ans Schweizer Ufer überführt werden. Erst am Folgetage kommt der Dampfer frei.

Foto: Diese Ansichtskarte wurde bearbeitet. Es zeigt die «Schweiz» vor Konstanz, die Passagiere auf dem Vorschiff sind eingesetzt worden.

Gleich zweimal rammt die «Schweiz» die Brücke bei Stein am Rhein. Sowohl am 29. November 1875 als auch am Abend des 17. Juni 1878 entsteht erheblicher Schaden am Schiff. Im letzteren Fall stellt der Kantonsbaumeister der Dampfbootgesellschaft 170 Franken für die Brückenreparatur in Rechnung. Der Kapitän wurde entlassen.

Foto: Dieses Standardbild zeigt den Raddampfer Schweiz im Jahre 1903.

Die Dampfschiffe auf dem Untersee und Rhein sind jahrzehntelang auch im Winter im Kursdienst gewesen. Wenigstens so lange, als es die Natur zulässt. Dies zeigt die Meldung einer Schaffhauser Zeitung vom 28. Januar 1905: „Die Anordnung der Dampfbootverwaltung mit Freitag die regelmässigen Fahrten nach dem Untersee wieder aufzunehmen, war etwas verfrüht. Die Kälte hat wieder eingesetzt und der Untersee ist nun doch zugefroren. Das Dampfboot Schweiz hat gestern nach einer halben Stunde unverrichteter Sache im Untersee umgekehrt und den Rückweg angetreten.“

Foto: Die «Schweiz» verlässt die Landebrücke von Steckborn.

Ab 1914 können, bedingt durch den Ersten Weltkrieg und der daraus entstandenen wirtschaftlichen Probleme, nur die nötigsten Unterhaltsarbeiten vorgenommen werden. 1925/1926 ist es wieder möglich das Schiff für 25‘000 Franken zu überholen.

Foto: Hochwasser in Ermatingen.

Ab 1936 gehen die Fahrleistungen zurück, die «Schweiz» ist nur noch an Sonntagen unterwegs. Neue Motorschiffe, MS Munot und MS Arenenberg, haben den Raddampfer vom werktäglichen Dienst verdrängt. 1939 legt die «Schweiz» noch 422 km zurück. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wird das Dampfschiff stillgelegt und als Schrott verkauft.

Foto: DS Schweiz im Jahr 1930 in Schaffhausen.

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